BioMed Gründer


Dr. med. Dr. rer. nat. Dipl.-Phys. Erich Dieter Hager
Gründer der BioMed Klinik, bis 2009 Chefarzt und ärztlicher Direktor
  • geboren: 15.01.1947 in Karlsruhe
  • gestorben: 13.12.2009 in Bad Bergzabern
  • Schulzeit in Wilferdingen und Pforzheim (Abitur 1966)
  • Studium der Physik in Berlin
  • Studium der Medizin in Berlin, Göttingen und Oxford

Wissenschaftliche Arbeiten

  • Technische Universität Berlin
  • Max- Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin
  • Fritz-Haber-Institut in Berlin
  • Institut für Biologie/Fachbereich Biochemie der Freien Universität Berlin
  • Institut für Neurophysiologie in der Universität Göttingen

Promotionen:

  • Naturwissenschaft (Dr. rer. nat.): Strukturforschung von Ribosomen (=“Proteinsynthesefabriken“) im Fachbereich Biochemie, Institut für Biologie der Freien
    Universität Berlin
  • Medizin (Dr. med.): Verarbeitung von Geruchssinnen, Institut für Neurophysiologie der Universität Göttingen

Berufliche Laufbahn

1980-1986
Forschung auf dem Gebiet der Tumorimmunologie bei Boehringer Mannheim und als Medizinisch-wissenschaftlicher Leiter und Prokurist in Forschung, Entwicklung und klinischer Prüfung in den Cytobiologischen Laboratorien, Heidelberg
1987-1988
Chefarzt einer onkologischen Rehabilitationsklinik in Friedenweiler/ Titisee
1989
Gründung der Fachklinik für komplementäre Onkologie, Immunologie und Hyperthermie; Geschäftsführender Ärztlicher Direktor

Bedeutende klinische Forschung
1. Konzeptioneller Aufbau einer wissenschaftlich begründeten „komplementären Onkologie“, die mit der konventionellen Onkologie integriert wurde, seit Anfang der 80er Jahre.

2. Entwicklung einer regionalen Perfusions-Chemotherapie zur Krebsbehandlung der Pleura in Kombination mit Hyperthermie im Bauchraum, der Blase und dem Rippenfell. Mit dieser neuen Methode konnten die Überlebens- und Heilungschancen von Patienten mit fortgeschrittenen Karzinomen in diesen Organen wesentlich verbessert werden. Allein in Deutschland könnten von dieser neuen Methode 1.500 – 2.000 Krebspatienten erheblich profitieren, wenn diese Methode flächendeckend angewendet würde.

3. Einführung der klinischen Tiefenhyperthermie mit Radiowellen und Forschung und Klinik in Deutschland (1989). – Die BioMed-Klinik ist weltweit vom therapeutischen Spektrum bzw. der Methodik, das umfassendste Hyperthermiezentrum.

4. Nachweis der Wirksamkeit der Tiefenhyperthermie mit Kurzwellen bei Patienten mit bösartigen Hirntumoren. Eine wesentliche Verlängerung des Überlebens und potenzielle Heilung ist damit im Vergleich zu bisherigen Methoden, wie Strahlen- und Chemotherapie, möglich.

 

Ehrenämter
1.) Gründer und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Onkologie, seit 1981

2.) Gründer, langjähriger Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr, eine Fördergesellschaft für Forschung und Entwicklung von komplementären Methoden in der Krebstherapie (über 20.000 Mitglieder bzw. Förderer), seit 1982

3.) Vorsitzender der Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde und Komplementär- Medizin (ca. 15.000 ärztliche Mitglieder); Veranstalter der Medizinischen Woche mit über 4.500 Teilnehmer jährlich

4.) Gründer und Gründungspräsident der Deutschen Gesellschaft für Hyperthermie

5.) Ehemaliger Präsident und langjähriges Vorstandsmitglied der Internation Clinical Hyperthermia Society, USA

6.) Ehrenvorsitzender der Korea-Germany Biomedizin Society, Seoul; mit Vorstandsmitgliedern führender koreanischer Forschungsinstitute (National Cancer Institute of Korea, Korea Advanced Institute of Technology)

7.) Regional: seit Jahren Kreisvorsitzender des Hartmannbundes Südliche Weinstraße

 

Bücher

1.) Biomodulation und Biotherapie des Krebses, Bd. I + II, Verlag f. Medizin, Dr. Fischer, Heidelberg
2.) Thymusfaktoren – Biologische Eigenschaften und klinische Aspekte, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart / New York
3.) Thymic Peptides in Preclinical and Clinical Medicine,
W. Zuckerschwerd Verlag München
4.) Komplementäre Onkologie, Forum Medizin Verlag München
5.) Hyperthermia in Cancer Treatment: A Primer, Springer Verlag, New York (2006)